Die Rolle des Schlafes in der Schlaganfallprävention
Abstract
Schlafstörungen stellen einen relevanten, potenziell modifizierbaren Einflussfaktor auf kardiovaskuläre Erkrankungen und insbesondere auf Schlaganfall dar. Die obstruktive Schlafapnoe nimmt hierbei schon seit Jahren eine zentrale Rolle ein und ist klar mit einem erhöhten Schlaganfallrisiko sowie ungünstiger Prognose nach Schlaganfall assoziiert. Doch auch andere Schlafstörungen oder -charakteristika, die Ausdruck eines suboptimalen Schlafs sind (z. B. Insomnie, zirkadiane Rhythmusstörungen, Schlaffragmentierungen), zeigen laut neueren Studienerkenntnissen eine Vergesellschaftung mit dem Auftreten vaskulärer Erkrankungen. Zusätzlich nimmt suboptimaler Schlaf über inzwischen teils definierte pathophysiologische Mechanismen Einfluss auf traditionelle kardiometabolische Risikofaktoren wie Hypertonie, Adipositas, Diabetes mellitus und Dyslipidämie und trägt damit auch indirekt zur kardiovaskulären Krankheitslast bei. Diese direkte Assoziation mit dem Auftreten vaskulärer Ereignisse und dem negativen Effekt auf bekannte vaskuläre Risikofaktoren unterstreicht die Bedeutung des gesunden Schlafs in Vor- und Nachsorge von vaskulären Erkrankungen.