Tipps und Tricks bei schwierigen und komplexen Metallentfernungen
Abstract
Sichere und vollständige Entfernung von Osteosynthesematerialien bei bestmöglicher Schonung der umliegenden Strukturen. Zu den Indikationen zählen drohende Schädigung benachbarter Strukturen (z. B. Sehnen, Nerven oder Gefäße), Implantatversagen, Implantatdislokationen, Infektionen, Pseudarthrosen, Revisionsoperationen sowie eine kritische Weichteildeckung. Ein ungünstiges Nutzen-Risiko-Verhältnis infolge eines erhöhten Komplikationsrisikos, insbesondere bei hoher Zugangsmorbidität, insuffizienter Knochenqualität oder kritischen Begleiterkrankungen. Eingriffsabhängige Vorgehensweise. Für alle Eingriffe sind eine sorgfältige präoperative Planung, adäquate Bildgebung, die Bereitstellung der spezifischen Extraktionsinstrumente sowie geeigneter alternativer Instrumente und eine umfassende Aufklärung essenziell. In der Regel funktionelle Nachbehandlung ohne wesentliche Einschränkungen. Maßnahmen zur Vermeidung einer Refraktur (z. B. Belastungsanpassung, temporärer Verzicht auf Kontaktsportarten) sind sinnvoll. Die Implantatentfernung ist ein häufig durchgeführtes, technisch jedoch durchaus anspruchsvolles Verfahren. Eine sorgfältige Vorbereitung, geeignete Instrumente und eine präzise Operationstechnik reduzieren das Komplikationsrisiko und erhöhen die Patientensicherheit.