Oct 2026· Notfall + Rettungsmedizin· 0 citations· 15 references
Abstract
Im Rahmen der Bündnis- und Landesverteidigung bildet der Übergang von der militärischen Rettungskette in das zivile Gesundheitssystem einen kritischen Schnittpunkt für Geschwindigkeit, Sicherheit und Qualität der Weiterversorgung. Der hierfür vorgesehene Ort des Übergangs, nach abgestimmter Nomenklatur Port of Disembarkation (POD), deutsch Aufkommensort, befindet sich in Entwicklung und Erprobung. Der Beitrag beschreibt eine tragfähige Konzeption dieses Orts und ihre Einbindung in überregionale Patientensteuerung, Hochlastmanagement und Krankenhauskoordinierung. Der POD ist als mobiler logistischer Knotenpunkt zu führen, nicht als Behandlungsplatz. Erforderlich sind parallele Abläufe, wenige Umlagerungen und eine frühzeitige Patientenlenkung auf Basis eines tagesaktuellen Kapazitäts- und Fähigkeitslagebilds. Die NATO-Dependency-Stufen ergänzen die zivilen Sichtungskategorien um den transportbezogenen Betreuungsbedarf; der Abgabecode benennt zusätzlich die behandlungsführende Fachrichtung und deren Frist. Die Steuerungskette reicht von der nationalen Koordinationsstelle über die Clusterebene und die ärztliche Krankenhauskoordinierung bis in die Kliniken, in denen fachübergreifend zu arbeiten ist, da der Patientenmix nur teilweise traumatologisch geprägt sein wird. Die Verteilarchitektur kann auf bestehenden Strukturen von Krankenhauskoordinierung, Bevölkerungsschutz und klinischer Einsatzleitung aufbauen. Für die Umsetzung sind einheitliche Begriffe, interoperable Verfahren, regelmäßige Übungen, ein digitales Kapazitäts- und Fähigkeitslagebild sowie eine bundesweit konsistente Rechtsgrundlage erforderlich.
Vor dem Hintergrund der prekären finanziellen Lage der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) wird die Einführung eines Primärarztsystems, bei dem Patienten zunächst eine hausärztliche Praxis aufsuchen und von dort bei Bedarf an einen Facharzt überwiesen werden, in Deutschland derzeit intensiver diskutiert. Ziel ist es...
A. Beivers, Annette Höhmann· Bundesgesundheitsblatt - Ges...· 0 citations
The institutional design and empirical evidence on financial steering instruments in four European health systems and the effectiveness of copayments emerges as a function of three interrelated conditions: the type of service, the behavioural-economic design and the institutional architecture.
Sebastian Böhme, Jessica Paas, Zoe Konjer et al.· Bundesgesundheitsblatt - Ges...· 0 citations
Die Ottawa-Charta von 1986 fordert eine grundlegende Neuorientierung der Gesundheitsdienste. Für Pflegefachpersonen ist dieser gesundheitsförderliche und präventive Auftrag in allen Versorgungsbereichen – von der Akutpflege im Krankenhaus bis zur ambulanten und stationären Langzeitpflege – sowohl berufsrechtlich...
Melanie Messer, Sarina Hilden, S. Azhar et al.· Prävention und Gesundheitsfö...· 0 citations
Trotz der zentralen Rolle der Krebsprävention für die Verringerung der Krebslast werden entsprechende Empfehlungen inkonsistent umgesetzt. Eine repräsentative Befragung soll Einblicke in Risikowahrnehmung, Einstellungen und Informationsbedarf in der Allgemeinbevölkerung und Hinweise für die Gestaltung von Information u...
A. Gaisser, U. Will· Forum· 0 citations
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