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Präzisionskardiologie bei Frauen: Warum Schwangerschaftskomplikationen ein anderes Risikomanagement erfordern

Aug 2026 · Aktuelle Kardiologie · Vol 15, pp. 305 - 310 · 0 citations · 20 references

TL;DR

Die ESC-Leitlinien empfehlen daher eine strukturierte, langfristige kardiovaskuläre Nachsorge dieser Patientinnen with regelmäßiger Blutdruckkontrolle, metabolischem Screening and individualisierter Risikostratifizierung.

Abstract

Zusammenfassung Bei der kardiovaskulären Risikoeinschätzung von Frauen haben geschlechtsspezifische Risikofaktoren eine eigenständige prognostische Bedeutung. Die Schwangerschaft ist mit erheblichen hämodynamischen und metabolischen Adaptationen verbunden und kann als physiologischer kardiovaskulärer Belastungstest verstanden werden. Bereits leicht erhöhte Blutdruckwerte vor der Konzeption sind mit einem erhöhten Risiko für schwangerschaftsassoziierte Komplikationen assoziiert. Bei Manifestation hypertensiver Schwangerschaftserkrankungen – von Gestationshypertonie und Präeklampsie bis hin zur peripartalen Kardiomyopathie – wird eine erhöhte kardiovaskuläre Vulnerabilität klinisch evident. Frauen mit Präeklampsie weisen ein 2- bis 4-fach erhöhtes Risiko für eine spätere arterielle Hypertonie sowie ein signifikant erhöhtes Risiko für koronare Herzkrankheit, Herzinsuffizienz und Schlaganfall auf. Die ESC-Leitlinien empfehlen daher eine strukturierte, langfristige kardiovaskuläre Nachsorge dieser Patientinnen mit regelmäßiger Blutdruckkontrolle, metabolischem Screening und individualisierter Risikostratifizierung.

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