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Neurofilament-Leichtkette (sNfL) als Instrument zur Beurteilung der Krankheitsaktivität und des Therapieansprechens bei Multipler Sklerose (MS)

Jan 2026 · Fortschritte der Neurologie Psychiatrie · 0 citations · 33 references
Medicine

TL;DR

This review addresses measurement methods (SiMoA, automated platforms), pre-analytics/matrix effects, and central confounders (esp. age, BMI/volume of distribution, renal function, intercurrent events), emphasizing standardization via age- and BMI-corrected reference data using Z-scores or percentiles.

Abstract

ZUSAMMENFASSUNG Serum-Neurofilament-Leichtkette (sNfL) ist ein Biomarker für neuroaxonalen Schaden und korreliert mit klinischer und bildgebender Krankheitsaktivität, Hirnatrophie und Behinderungsprogression, ist jedoch nicht krankheitsspezifisch. Diese Übersichtsarbeit fasst aktuelle Aspekte der Messmethodik, Präanalytik und Interpretation von sNfL zusammen. Besondere Bedeutung haben zentrale Einflussfaktoren wie Alter, Body-Mass-Index beziehungsweise Verteilungsvolumen, Nierenfunktion sowie andere Einflussfraktoren. Für die klinische Anwendung ist daher eine standardisierte Bewertung anhand alters- und BMI-korrigierter Referenzdaten, etwa über Z-Scores oder Perzentile, entscheidend. Klinisch kann sNfL die initiale Risikostratifizierung und Therapieplanung unterstützen, im Verlauf als Frühwarnsignal für subklinische Krankheitsaktivität dienen, die Abgrenzung von Schub und Pseudoschub erleichtern, progrediente Verläufe ergänzend charakterisieren und Entscheidungen in besonderen Situationen wie Schwangerschaft, höherem Lebensalter oder Deeskalation begleiten. Dabei sind serielle Messungen einzelnen Bestimmungen überlegen. Zukünftige Prioritäten sollten in der Harmonisierung der Assays sowie in prospektiven Studien zu NfL-gestützten, multimodalen Entscheidungsstrategien liegen.

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